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Umsiedlungsbegleitung für ein Jahrhundertprojekt – die neue Anlage zur Kunststoffherstellung von Ticona

Polyoxymethylene-Anlage im Betrieb:
• Kapazität: 140.000 Tonnen pro Jahr
Umsiedlungsbegleitung:
• Flächengestellung für Produktion und Logistik: 12,2 ha
• Infrastrukturelle Erschließung durch Heranführen von Straßen, Versorgungsrohrleitungen,
IT-Leitungen und Kanalnetz

Für Ticona herangeführte Leitungen und Straßen:
• Rohrleitungen auf Trassen und Rohrbrücken: 10.000 m
• Verbauter Edel-/Stahl in den Rohrleitungen: 1.300 t
• Neubau von Entsorgungskanälen: 700 m

Branche: Chemie; Ticona GmbH, Industriepark Höchst

Willkommen im Industriepark Höchst! Ticona, ein Unternehmen des amerikanischen Chemiekonzerns Celanese, zählt zu den weltweit führenden Herstellern von technischen Kunststoffen. Die Hochleistungskunststoffe werden für ein breites Spektrum von Anwendungen eingesetzt – von Zahnrädern für die Industrie, winzigen optischen Komponenten bis zu Strukturbauteilen für die Automobilindustrie.

Ticona wird bis Mitte 2011 den Standort in Kelsterbach verlassen, um Platz für den Ausbau des Frankfurter Flughafens zu machen. Der Industriepark Höchst bot in einem nationalen Standortvergleich die besten Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg von Ticona. Der Standortbetreiber Infraserv Höchst konnte ein überzeugendes technisches und wirtschaftliches Gesamtkonzept liefern. Ticona baut die Produktionsanlagen im Industriepark Höchst neu auf: 4.000 Kubikmeter Beton, 600 Kilometer Kabel, 10.000 Tonnen Stahl sowie Rohrleitungen von rund 100 Kilometern Länge werden für den Bau der Anlage benötigt. Wegen ihrer Dimensionen wird die Ansiedlung auch als „Jahrhundertprojekt“ für den Industriepark bezeichnet.

Die Erfolgsbilanz

Um die Produktionsverlagerung der weltgrößten Polyoxymethylene (POM)-Anlage wunschgemäß in einem engen Zeitrahmen zu verwirklichen, erbringt Infraserv Höchst termingerecht die infrastrukturelle Erschließung für die Produktionsflächen. Dazu führt Infraserv Höchst die benötigten Energieleitungen und Entsorgungskanäle, IT-Datenkabel und Zufahrtsstraßen an die Produktionsanlagen heran. Im späteren Betrieb wird Infraserv Höchst die Produktionsanlagen bedarfsgerecht mit Energien, Prozessmedien und Rohstoffen versorgen und Abwässer sowie Abfälle sicher entsorgen. Den in großen Mengen benötigten Dampf kann Infraserv Höchst dank seiner effizienten Energieerzeugungsanlagen und seines Rohrnetzes redundant und unterbrechungsfrei bereitstellen. Ebenso wird Infraserv Höchst für Ticona den IT- und Telefonie-Betrieb übernehmen und sich mit Werkschutz und Werkfeuerwehr um die Standortsicherheit und um die arbeitsmedizinische Versorgung der Mitarbeiter kümmern.

Leistungen Infraserv Höchst:

• Energien und Prozessmedien: Redundante Lieferung von Strom (10 kV) und Dampf (16 und 4 bar), von Druckluft (7 und 4 bar), Erdgas, Kühlwasser, Methanol, Stickstoff, Trinkwasser und voll entsalztem Wasser (VE-Wasser)

• Entsorgung: Übernahme des Kühl-, Regen- und Schmutzwassers sowie des Kondensats. Biologische Behandlung von Abwässern und Dünnschlämmen und anschließende Entsorgung über Abwasserreinigungs- und Klärschlammverbrennungsanlage

• Bau und Betrieb von Energiegebäude und Rückkühlwerk für die neue Anlage. Zusätzlich Flächengestellung, darunter Baustelleneinrichtungsflächen für Bauzeitraum, und Gestellung von Straßen- und Schienennetz, Hafenanlagen und Kanalnetz

• Standortsicherheitsleistungen Werkfeuerwehr und Werkschutz: Inklusive Notfall- und Krisenmanagement, Zutrittskontrollen, Rundgängen und Streifen, Schließ- und Schlüsseldiensten

• Arbeitsmedizinische Betreuung und medizinische Versorgung der Standort-Mitarbeiter (Arbeitsmedizin, Gesundheitsschutz, betriebliche Gesundheitsförderung, Rettungsmedizin)

• IT-Leistungen und IT-Betrieb (Telefonie und Datennetz)

Zeitraum:
Vorbereitende und unterstützende Erschließungsarbeiten für den Bau der Anlage: 2007-2011; Betreiberleistungen ab 2011