Pressemeldungen
Infraserv Höchst investiert in die Zukunft des Industrieparks
Zwei Großprojeke werden realisiert: Ersatzbrennstoffanlage und neues Logistik-Zentrum Standortfirmen investierten 370 Millionen Euro in 2006
Infraserv Höchst plant das größte Investitionsprojekt, das jemals im Industriepark Höchst realisiert wurde: Den Bau einer Ersatzbrennstoff-Anlage mit einem Investitionsbudget von mehr als 200 Millionen Euro. Außerdem soll im nächsten Jahr ebenfalls im südlichen Teil des 4,6 Quadratkilometer großen Industrie-Areals für rund 44 Millionen Euro ein neues Logistik-Zentrum entstehen. Beide Projekte stellten Jürgen Vormann und Dr. Roland Mohr, Geschäftsführer von Infraserv Höchst, am 12. Dezember im Rahmen einer Pressekonferenz vor.
EBS-Anlage mit 675.000 Tonnen Gesamtkapazität
Die Ersatzbrennstoff-Anlage wird mit einer Gesamtkapazität von 675.000 Jahrestonnen die größte Anlage ihrer Art in Deutschland. Hier werden die sortierten und aufbereiteten heizwertreichen Fraktionen von Haus- und Gewerbemüll, so genannte Ersatzbrennstoffe, thermisch verwertet. Diese dürfen aufgrund der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi) seit 1. Juni letzten Jahres nicht mehr deponiert werden. Die Ersatzbrennstoff-Anlage ist ein zentraler Bestandteil unseres innovativen Energiekonzeptes, erläuterte Dr. Roland Mohr. Infraserv Höchst investiert in ressourcenschonende und unter Kostengesichtspunkten effiziente Energieerzeugungsanlagen, um auf diese Weise den rund 80 Unternehmen im Industriepark Höchst Strom und Dampf zu international wettbewerbsfähigen Konditionen anbieten zu können. Energiepreise sind für die produzierenden Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor so Dr. Roland Mohr. Mit dem Ausbau unserer eigenen Energieerzeugungskapazitäten werden wir unabhängiger von den Schwankungen des Energiemarktes und steigern somit die Attraktivität des Standortes. Hinzu kommt der Aspekt der umweltfreundlichen Energiegewinnung, da wir heizwertreiche Bestandteile des Haus- und Gewerbemülls nutzen, für deren thermische Verwertung kommunale Anlagenbetreiber bislang keine ausreichenden Kapazitäten haben. Die Grundsteinlegung ist für 2007 vorgesehen, 2009 soll die Anlage in Betrieb gehen. Drei jeweils 70 Meter hohe Schornsteine werden die Silhouette des Industrieparks dann ergänzen. Für die Anbindung der Anlage, die im südwestlichen Teil des Industrieparks entstehen wird, ist eigens eine separate Zufahrt vorgesehen. Die Lkw werden die Ersatzbrennstoffe ausschließlich über die direkte Autobahnanbindung südlich des Industrieparks anliefern. Betreibergesellschaft der Anlage ist die Thermal Conversion Compound Industriepark Höchst GmbH, eine Tochtergesellschaft von Infraserv Höchst. Weitere Investitionsprojekte von Infraserv Höchst: Die Co-Fermentationsanlage, in der Klärschlämme und organische Abfälle in Biogas umgewandelt werden die 15-Millionen-Euro-Anlage geht Mitte 2007 in Betrieb oder die vor kurzem eröffnete Wasserstoff-Tankstelle am Tor Süd des Industrieparks.
Neues Logistik Center entsteht für 44 Millionen Euro
Ein weiteres Großprojekt von Infraserv Höchst ist der Bau eines neuen Logistik Zentrums im Industriepark. Infraserv Logistics, hundertprozentige Tochtergesellschaft von Infraserv Höchst, betreibt derzeit an verschiedenen Standorten im Rhein-Main-Gebiet eine Reihe von Stockwerks- und Flächenlägern, in denen lange Wege, unnötige Transporte und hohe Instandhaltungskosten anfallen. Ein moderner Lagerneubau am südlichen Mainufer wird eine erhebliche Effizienzsteigerung bei den Logistikprozessen mit sich bringen. Anfang 2007 soll mit dem Bau von zwei jeweils 44 Meter breiten, 41 Meter hohen und 134 Meter langen Hochregallägern begonnen werden. Die beiden Lagergebäude werden über eine zweigeschossige Warenumschlaghalle miteinander verbunden sein. Das neue, mit modernster Fördertechnik ausgestattete Logistik-Zentrum wird insgesamt 70.500 Palettenlagerplätze bieten. Das Projektvolumen beläuft sich auf insgesamt 44 Millionen Euro. Finanziert und errichtet wird das Projekt über eine Leasing-Gesellschaft; Infraserv Logistics wird das neue Logistik-Zentrum dann über einen mehrjährigen Mietvertrag anmieten und betreiben. Die entsprechenden Verträge werden derzeit zwischen den verschiedenen Vertragsparteien endverhandelt. Mit einem Abschluss der Verträge ist zum Jahresende zu rechnen. Mit dem Neubau ist eine Konsolidierung der Lagerflächen an den verschiedenen Rhein-Main-Standorten von Infraserv Logistics verbunden. Das Projekt ist herausragender Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Infraserv Logistics und ein wichtiger Meilenstein im Rahmen unserer Strategie zur Stärkung und Weiterentwicklung dieses für uns so wichtigen Arbeitsgebietes, erläuterte Jürgen Vormann.
370 Millionen Euro Standortfirmen investierten 2006 mehr als im Vorjahr
Infraserv Höchst trägt somit dazu bei, dass die Gesamt-Investitionssumme der Industriepark-Gesellschaften auch in 2006 wieder eindrucksvoll ausfällt und das Vorjahres-Niveau übertrifft. Den Löwenanteil der Gesamtsumme bestreitet wieder sanofi-aventis: Es ist davon auszugehen, dass das Pharmaunternehmen das hohe Investitionsvolumen der vergangenen Jahre von durchschnittlich rund 200 Millionen Euro auch 2006 wieder erreicht. Insgesamt ergibt sich für das Jahr 2006 eine Investitionssumme der Standortgesellschaften von rund 370 Millionen Euro, rund 30 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Summe der Investitionen der Standortgesellschaften bleibt auf konstant hohem Niveau, stellte Dr. Roland Mohr fest. In den letzten sieben Jahren wurden insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro im Industriepark investiert. Die Dynamik und die Zukunftsfähigkeit des Industrieparks lässt sich nicht deutlicher darstellen als durch diese Zahl, betonte Jürgen Vormann.
Erfolgreiches Geschäftsjahr für Infraserv Höchst
Für Infraserv Höchst geht ein erfolgreiches Geschäftsjahr zu Ende. Der Umsatz der Infraserv GmbH & Höchst KG stieg im Vorjahresvergleich um 9,5 Prozent auf rund 714 Millionen Euro. In der Infraserv-Höchst-Gruppe, also mit den Tochtergesellschaften Infraserv Logistics, Provadis, Technion und Main Autoservice Höchst, ergab sich ein Umsatzanstieg um rund 8,6 Prozent auf 824 Millionen Euro. Bei der Umsetzung unserer Geschäftsstrategie sind wir gut vorangekommen, erinnerte Jürgen Vormann an die auf Effizienzsteigerung, Fokussierung und Wachstum basierende Strategie. Einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung leistete das Programm InfraFit. Das für die Jahre 2004 bis 2006 angestrebte Einsparvolumen von 55 Millionen Euro konnte bislang um rund vier Millionen Euro übertroffen werden. Langfristig ist bei Infraserv Höchst das Effizienzsteigerungsprogramm Six Sigma das Mittel der Wahl, um Einsparpotenzial zu identifizieren und zu realisieren. Seit der Einführung des Programms zum 1. April letzten Jahres wurden bei Infraserv Höchst bereits 110 Projekte mit einem Gesamtnutzen von 12,9 Millionen Euro identifiziert und zu etwa 30 Prozent umgesetzt. Six Sigma wird bei Infraserv zu einer kontinuierlichen Effizienzsteigerung beitragen, die in erster Linie unseren Kunden zugute kommt, erläuterte Jürgen Vormann.
Ein besonderes Augenmerk widmete Jürgen Vormann bei dem Jahresrückblick dem Ausbildungsbereich: Nicht nur neue Projekte sind wichtig für die Zukunft des Standortes, sondern auch die Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen. Sehr erfreulich sei daher die Rekordzahl von 468 neuen Auszubildenden, die die Provadis GmbH als das für die Ausbildung am Standort zuständige Unternehmen im Herbst begrüßen konnte. Jürgen Vormann betonte, dass Infraserv Höchst und andere Standortgesellschaften über Bedarf ausbilden und sich auf diese Weise der gesellschaftlichen Verantwortung stellen, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten. Stolz zeigte sich der Infraserv-Geschäftsführer über die positive Entwicklung der 2003 gegründeten Provadis-Hochschule. Der Studienjahrgang 2006 ist mit 90 neuen Studierenden fast doppelt so stark wie die ersten Jahrgänge, und im Herbst konnten die ersten 41 Provadis-Studenten ihren Bachelor-Abschluss in Empfang nehmen. Die Provadis School of International Management and Technology AG bietet international anerkannte Bachelor-Studiengänge speziell für Berufstätige in den Bereichen Business Administration (Betriebswirtschaft), Business Informationen (Wirtschaftsinformatik) und Chemical Engineering (Chemie-Ingenieurwesen) an.
Weitere Informationen zur Ersatzbrennstoff-Anlage
Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie, Pharma und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Höchst. Infraserv Höchst versorgt Unternehmen mit Energien und Medien, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Flächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum. Als hundertprozentige Tochtergesellschaften gehören Infraserv Logistics, Provadis Partner für Bildung und Beratung, der Technikumsdienstleister Technion und Main Autoservice Höchst zur Infraserv-Höchst-Gruppe.
Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und 150 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören rund 2.700 Mitarbeiter und 199 Auszubildende. Im Jahr 2007 erzielte Infraserv Höchst inklusive der Tochtergesellschaften einen Umsatz von rund 901 Millionen Euro.
Der Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; davon sind noch 50 Hektar frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2007 insgesamt rund 400 Millionen Euro am Standort. Die Summe der Investitionen beträgt seit dem Jahr 2000 etwa 3,1 Milliarden Euro.
Sämtliche Pressemitteilungen und -fotos von Infraserv Höchst gibt es auch im Internet unter www.infraserv.com. Die Rufnummer der Presse-Hotline lautet: 069 305-5413.
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