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23.08.2007

Grundsteinlegung für Neues Logistik Center



44-Millionen-Euro-Projekt im Industriepark Höchst - Logistik-Infrastruktur des Standortes wird weiterentwickelt

Gemeinsam haben Boris Rhein, Stadtrat für Recht, Sicherheit, Brandschutz und Personal im Magistrat der Stadt Frankfurt, sowie Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst, und Hermann-Josef Kellerhaus, Geschäftsführer von Infraserv Logistics, am heutigen Donnerstag, 23. August, den Grundstein für das Neue Logistik-Center (NLC) im Industriepark Höchst gelegt. 44 Millionen Euro werden in den Bau des hochmodernen Hochregallagers investiert, das einen Teil der bestehenden Lager im Industriepark ablöst und einen wichtigen Baustein bei der Weiterentwicklung der Logistik-Infrastruktur des Standortes darstellt.

Industriepark als Logistik-Drehscheibe

„Der Industriepark Höchst ist mit seinen 90 Unternehmen und rund 22.000 Mitarbeitern natürlich in erster Linie ein bedeutender Standort für die Chemie- Pharma- und Biotechnologiebranche, aber auch als Logistik-Drehscheibe hat der Industriepark eine wichtige Funktion für die gesamte Rhein-Main-Region“, betonte Stadtrat Boris Rhein. Die Stadt Frankfurt sei natürlich sehr erfreut, dass sich der Industriepark Höchst in den vergangenen Jahren so dynamisch entwickelt habe, was aus den eindrucksvollen Investitionszahlen hervorgehe – von 2000 bis einschließlich 2006 investierten die Standortgesellschaften rund 2,7 Milliarden Euro im Industriepark. Die Modernisierung der Logistik-Infrastruktur wertete Boris Rhein als eine weitere Investition in die Zukunftsfähigkeit des Industrieparks. „Dass mit dem Bau des neuen Logistik-Centers auch in die Sicherheit investiert wird, ist natürlich besonders erfreulich“, sagte der unter anderen auch für Sicherheit und Brandschutz zuständige Dezernent.

Für Infraserv Höchst, die Betreibergesellschaft des Industrieparks, hob Geschäftsführer Jürgen Vormann die Bedeutung des Projektes hervor. „Logistik ist als unverzichtbarer Bestandteil der Wertschöpfungskette eines jeden produzierenden Unternehmens ein wichtiger Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor für die Unternehmen im Industriepark Höchst. Der Bau des Logistik Centers wird zu einer deutlichen Effizienzsteigerung sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht führen und die Position von Infraserv Logistics im Wettbewerb stärken, aber auch den Kunden unmittelbar zugute kommen.“

70.000 Palettenlagerplätze

Hermann-Josef Kellerhaus, Geschäftsführer von Infraserv Logistics, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Infraserv Höchst, stellte das Projekt vor. Das NLC wird aus zwei jeweils 41 Meter hohen, 45 Meter breiten und 134 Meter langen Lagerblöcken bestehen, die über eine Warenumschlaghalle miteinander verbunden sind und Platz für 70.000 Palettenlagerplätze bieten werden. Dies entspricht im Wesentlichen der Kapazität der Lagergebäude, die mit der Inbetriebnahme des neuen Logistik Centers aufgegeben werden. Hierbei handelt es sich um zum Teil jahrzehntealte Stockwerks- und Flächenläger. Im Vergleich kann das in weiten Teilen vollautomatisierte, hochmoderne Neue Logistik-Center ungleich wirtschaftlicher betrieben werden. Durch den hohen Automatisierungsgrad und die damit verbundene Prozessoptimierung kann Infraserv Logistics dem steigenden Bedarf der Industriepark-Kunden an Lagerflächen gerecht werden. „Mit dem Bau des neuen Logistik-Centers geht eine Flächenkonsolidierung an unseren Rhein-Main-Standorten einher, so dass interne Transporte reduziert werden können und wir die zur Verfügung stehenden Kapazitäten optimal nutzen“, erläuterte Hermann-Josef Kellerhaus. Eine Steigerung der Zahl der Lkw-Transporte sei mit dem neuen Logistik Center nicht verbunden. „Durch die automatisierte Fördertechnik werden zudem die Sicherheitsstandards weiter erhöht“, nannte Hermann-Josef Kellerhaus einen weiteren Vorteil des NLC.

Das Neue Logistik Center besteht aus stählernen Lagerregalen, auf denen die Dachkonstruktion ruht. Genau genommen hat das Hochregallager keine Wände – die Trapezwände, die die Fassade bilden, werden lediglich an die stabile Regalkonstruktion angehängt. Eine angesichts der Größe der Hallen verblüffend einfache, aber durchaus gängige Bauweise. Das NLC wird unweit der Mittelbrücke des Industrieparks Höchst in einer 50 Zentimeter tiefen Betonwanne errichtet, in der im Brandfall das Löschwasser aber auch eventuelle Leckagen aufgefangen werden können.

Modernste Fördertechnik

Die technische Raffinesse des NLC sind nicht die eigentlichen Gebäude, sondern die Fördertechnik. Hier wird modernste Technologie zum Einsatz kommen: Die auf 17 Lagerebenen angeordneten Palettenlagerplätze werden mit insgesamt 12 Regalbediengeräten erreicht, die vollautomatisch die gewünschten Paletten, genauer gesagt deren Lagerplatz, erkennen und zu der Warenumschlaghalle bringen, beziehungsweise dort ankommende Waren in das Lager transportieren und automatisch dem richtigen Lagerplatz zuordnen. Dieser hohe Automatisierungsgrad garantiert ein Höchstmaß an Effizienz und Flexibilität sowie eine hohe Umschlagkapazität. Die Umschlagmenge pro Stunde von 150 Paletten im Wareneingang und 200 Paletten im Warenausgang wird durch den Einsatz moderner Fördertechnik sowie eine höhengleiche Verladung der Paletten über Laderampe auf den LKW beziehungsweise den Container erreicht.

Verbunden sind die beiden Hochregalläger über eine zweigeschossige Warenumschlaghalle, die 118 Meter lang und 45 Meter breit sein wird. Hier erfolgen Warenein- und –ausgang. Auch die Konfektionierung und die Kommissionierung der Waren werden in diesem Gebäude vorgenommen. Insgesamt werden im NLC rund 70 Mitarbeiter beschäftigt sein. Die Inbetriebnahme ist für Mitte nächsten Jahres vorgesehen.


Grundsteinlegung für das Neue Logistik Center im Industriepark Höchst (von rechts): Hermann-Josef Kellerhaus, Geschäftsführer Infraserv Logistics, Stadtrat Boris Rhein, Jürgen Vormann und Dr. Roland Mohr, die Geschäftsführer von Infraserv Höchst, und Dr. Günther Glatzel, Geschäftsführer der Firma DAL, die als Bauherr fungiert. © Infraserv Höchst

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So wird das Neue Logistik Center aussehen: Zwei Lagerblöcke sind durch eine Warenumschlaghalle miteinander verbunden. © Infraserv Höchst

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Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie, Pharma und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Höchst. Infraserv Höchst versorgt Unternehmen mit Energien und Medien, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Flächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum. Als hundertprozentige Tochtergesellschaften gehören Infraserv Logistics, Provadis Partner für Bildung und Beratung und der Technikumsdienstleister Technion zur Infraserv-Höchst-Gruppe.

Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und 128 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören rund 2.700 Mitarbeiter und 159 Auszubildende. Infraserv Höchst erzielte inklusive der Tochtergesellschaften im Jahr 2008 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz.

Der Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; davon sind noch 50 Hektar frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2008 insgesamt über 600 Millionen Euro am Standort. Die Summe der Investitionen beträgt seit dem Jahr 2000 etwa 3,7 Milliarden Euro.

Sämtliche Pressemitteilungen und -fotos von Infraserv Höchst gibt es auch im Internet unter www.infraserv.com. Die Rufnummer der Presse-Hotline lautet: 069 305-5413.



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