Pressemeldungen
Bioerdgas aus dem Industriepark Höchst
Infraserv Höchst und Mainova errichten Bioerdgas-Aufbereitungsanlage - Bundesweit einzigartige Anlage - Fünf Millionen Euro Investition in Klimaschutz
Infraserv Höchst und die Mainova EnergieDienste GmbH, ein Verbundunternehmen der Mainova AG, werden eine Projektgesellschaft gründen, um eine Bioerdgas-Aufbereitungsanlage im Industriepark Höchst zu errichten. Einen entsprechenden Letter of Intent unterzeichneten Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr und Dr. Dieter Gentzcke, Leiter der Rechtsabteilung von Infraserv Höchst, sowie Joachim Zientek und Dr. Constantin Alsheimer, Vorstände der Mainova AG, Rainer Nauerz und Alexander Schurz, beide Geschäftsführer der Mainova EnergieDienste GmbH.
Klimaschutz dank industrieller Innovationen
Die Nutzung regenerativer Energien ist fester Bestandteil des Energiekonzeptes von Infraserv Höchst, erklärt Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr. Nun können wir mit einer von Infraserv Höchst entwickelten Technologie, welche die Nutzung industrieller Schlämme für die Biogas-Produktion ermöglicht, in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen und fest im Markt positionierten Partner auch Bioerdgas in das öffentliche Netz einspeisen. Das zeigt einmal mehr, dass industrielle Aktivitäten und ökologische Zielsetzungen keine Gegensätze sein müssen, sondern Innovationen aus der Industrie einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Bundesweit einzigartige Anlage
Auch für Mainova-Vorstand Joachim Zientek handelt es sich bei der geplanten Anlage um ein zukunftsweisendes Projekt: Wir setzen hier ein innovatives und technisch anspruchsvolles Konzept um. Eine derartige Anlage in dieser Größenordnung und dieser biologischen Technologie gibt es bislang in Deutschland noch nicht. Somit nehmen die Partner Mainova und Infraserv Höchst eine Vorreiterrolle ein. Dabei bringt Infraserv Höchst neben dem Rohbiogas das Know-how in Bezug auf den Betrieb der Großanlage mit, die Mainova EnergieDienste GmbH steuert die Expertise hinsichtlich der Konditionierung des Bio-Erdgases und der Einspeisung in das öffentliche Netz bei. Bei der Konditionierung kommt es in erster Linie darauf an, trotz der aufgrund unterschiedlicher Co-Substrate uneinheitlichen Rohbiogas-Qualität bei dem Bioerdgas auf einen einheitlichen Brennwert zu kommen, erklärt Rainer Nauerz, Geschäftsführer der Mainova Energiedienste GmbH. Das Bioerdgas, das wir am Ende ins das Erdgasnetz einspeisen, ergänzt unsere breite Palette ökologischer Energie-Produkte, so Alexander Schurz, Geschäftsführer der Mainova EnergieDienste GmbH.
Biogas aus Schlämmen und organischen Abfällen
Infraserv Höchst betreibt bereits seit 2007 eine Biogas-Anlage im Industriepark Höchst, in der pro Tag rund 30.000 Kubikmeter Rohbiogas aus Klärschlämmen und Co-Substraten wie Fermentationsrückständen oder anderen organischen Abfällen erzeugt werden. Ein wichtiger Aspekt: Anders als bei vielen anderen Biogas-Anlagen werden im Industriepark Höchst keine Lebensmittel oder landwirtschaftlichen Produkte in Biogas umgewandelt. 15 Millionen Euro wurden in diese Biogas-Anlage investiert, die eine Leistung von vier Megawatt aufweist.
Künftig wird ein Teil des hier erzeugten Rohbiogases in einer neuen Anlage auf Erdgasqualität aufbereitet und in das öffentliche Gasnetz eingespeist. Bis zu 80.000 Megawattstunden (MWh) Bioerdgas aus dem Industriepark Höchst werden dann dazu beitragen, dass weniger konventionelles Erdgas benötigt und der Kohlendioxid-Ausstoß somit reduziert wird. Die Menge von 80.000 MWh entspricht dem Jahresverbrauch von 4.000 Einfamilienhäusern. Die Produktion von Bioerdgas im Industriepark Höchst ist somit ein Stück praktizierter Klimaschutz.
Fünf Millionen Euro werden investiert
Rund fünf Millionen Euro werden beide Partner in die neue Anlage und die benötigte Infrastruktur investieren. Die neue Anlage soll 2011 in Betrieb gehen. Nächster Schritt ist Anfang 2009 die Gründung einer Projektgesellschaft. Das kommende Jahr ist für die Planungen und das Genehmigungsverfahren vorgesehen, der Baubeginn könnte bereits Ende 2009 erfolgen.
Startschuss für die Bioerdgas-Aufbereitungsanlage im Industriepark Höchst: Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr (v. l.) und Dr. Constantin Alsheimer (v. r.), Mainova-Vorstand, sowie Joachim Zientek, Mainova-Vorstand, Rainer Nauerz und Alexander Schurz, Geschäftsführer der Mainova EnergieDienste GmbH, und Dr. Dieter Gentzcke, Leiter der Rechtsabteilung von Infraserv Höchst (stehend von links) unterzeichneten den Letter of Intent. © Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, 2008.
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Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie, Pharma und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Höchst. Infraserv Höchst versorgt Unternehmen mit Energien und Medien, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Flächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum. Als hundertprozentige Tochtergesellschaften gehören Infraserv Logistics, Provadis Partner für Bildung und Beratung und der Technikumsdienstleister Technion zur Infraserv-Höchst-Gruppe.
Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und 128 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören rund 2.700 Mitarbeiter und 159 Auszubildende. Infraserv Höchst erzielte inklusive der Tochtergesellschaften im Jahr 2008 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz.
Der Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; davon sind noch 50 Hektar frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2008 insgesamt über 600 Millionen Euro am Standort. Die Summe der Investitionen beträgt seit dem Jahr 2000 etwa 3,7 Milliarden Euro.
Sämtliche Pressemitteilungen und -fotos von Infraserv Höchst gibt es auch im Internet unter www.infraserv.com. Die Rufnummer der Presse-Hotline lautet: 069 305-5413.
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