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05.11.2009

SOL investiert 20 Millionen Euro im Industriepark Höchst



Neue Produktionsanlage zur Verflüssigung technischer Gase eingeweiht

Nach einer rund zweijährigen Bauphase hat der italienische Industriegase-Konzern SOL S.p.A. jetzt offiziell seine neue Anlage zur Verflüssigung von technischen Gasen im Industriepark Höchst eingeweiht. Infraserv Höchst übernimmt das Management und den Betrieb der Anlage.

SOL hat etwa 20 Millionen Euro in den Bau der Anlage und eines Tanklagers investiert. Bereits im August wurde mit der Verflüssigung von Sauerstoff und Stickstoff begonnen. Diese Produkte werden unter anderem im medizinischen Bereich zur Versorgung in Krankenhäusern oder in der Heimtherapie, aber auch in der Schweißtechnik eingesetzt.

„Die neue Anlage ist für uns ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung unser Präsenz in Europa“, sagte Aldo Romario Fumagalli, Präsident der SOL Gruppe, anlässlich der Eröffnungsfeier. „Deutschland ist ein innovativer Markt, was seinen industriellen und technologischen Status angeht und stellt für uns zusammen mit Frankreich den zweitwichtigsten Markt in Europa dar.“

Die Entscheidung von SOL, sich im Industriepark anzusiedeln, ist aus Sicht von Dr. Roland Mohr, Geschäftsführer von Infraserv Höchst, sehr erfreulich: „SOL ist ein international tätiges, am Markt sehr erfolgreich positioniertes Unternehmen, das hervorragend in den Verbund der im Industriepark Höchst produzierenden und forschenden Unternehmen passt. Daher lassen sich für SOL wie auch für Infraserv Höchst erhebliche Synergieeffekte realisieren.“

Infraserv Höchst übernimmt Betrieb der neuen Anlage

SOL hat die Anlage errichtet, Infraserv Höchst wird nun den Betrieb und das Management übernehmen. Dabei wird die Betreibergesellschaft des 4,6 Quadratkilometer großen Industrieparks auch die Versorgung der Anlage mit Rohstoffen und die Infrastruktur für den Betrieb sicherstellen. In räumlicher Nähe zur SOL-Anlage betreibt Infraserv Höchst eine Luftzerlegungsanlage zur Produktion technischer Gase, mit der die Unternehmen im Industriepark und auch externe Kunden versorgt werden. „Die SOL-Anlage wird von unserer Luftzerlegungsanlage mit gasförmigem Stickstoff und Sauerstoff versorgt, die personelle Betreuung erfolgt ebenfalls von dort“, so Dr. Heinrich Lienkamp, zuständiger Projektleiter bei Infraserv Höchst.. „Die räumliche Nähe ist also in jeder Hinsicht vorteilhaft und die Versorgungswege über unseren Rohrnetzverbund sind extrem kurz.“

Die Produktionsanlage ist nach dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet. Sauerstoff und Stickstoff werden in einem Verflüssigungskreislauf bis zu ihrem Siedepunkt abgekühlt und dadurch verflüssigt. Dabei wird das Volumen der Gase um das 700 bis 800fache reduziert. Dies ermöglicht Aufbewahrung und Transport in Druckgasbehältern bei einer Temperatur bis zu -197 Grad Celsius.

Gute Produktionsbedingungen im Industriepark Höchst

SOL beliefert mit den im Industriepark Höchst produzierten hochreinen technischen Gasen den medizinischen Markt und die Nahrungsmittelindustrie in Deutschland und im benachbarten Ausland. Hier finden Stickstoff und Sauerstoff vielfache Anwendung, beispielsweise Stickstoff zum Frosten und Kühlen oder zur Schutzverpackung von Lebensmitteln. Reiner Sauerstoff kommt unter anderem im medizinischen Bereich bei stationären oder mobilen Beatmungsgeräten zum Einsatz.

SOL entschied sich aufgrund der guten Rahmenbedingungen und der exzellente Infrastruktur für den Industriepark Höchst als Produktionsstandort, so Aldo Romario Fumagalli. Außerdem habe ihn das qualifizierte Dienstleistungsangebot von Infraserv überzeugt: “Wir haben mit Infraserv Höchst einen starken Partner, mit dem wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern und unser Ziel erfolgreich umsetzen können, den deutschen und mitteleuropäischen Markt mit hoch qualifizierten Dienstleistungen für den industriellen und medizinischen Bereich zu versorgen.“



Deutsch-italienische Zusammenarbeit bei der offiziellen Eröffnung der neuen SOL-Anlage im Industriepark Höchst:(von links nach rechts)
Aldo Fumagalli Romario, Geschäftsführer SOL, Uwe Becker, Stadtkämmerer Frankfurt, Dr. Bernardo Carloni, ital. Konsul in Frankfurt, Klaus Dieter Jäger, Leiter Abt. II im Hessischen Wirtschaftsministerium, Alessandra Monilari, ital. Botschaft Berlin, Dr. Roland Mohr, Geschäftsführer Infraserv Höchst.
© 2009 Infraserv GmbH & Co. Höchst KG


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Ungewöhnliche Eröffnungszeremonie im Industriepark Höchst: Dekan Rolf Glaser (Pfarrer in Griesheim und Nied) weihte die SOL-Anlage in Vertretung des Bischofs von Limburg feierlich ein. Von links nach rechts:
Aldo Fumagalli Romario, Geschäftsführer SOL, Uwe Becker, Stadtkämmerer Frankfurt, Dr. Bernardo Carloni, ital. Konsul in Frankfurt, Klaus Dieter Jäger, Leiter Abt. II im Hessischen Wirtschaftsministerium, Alessandra Monilari, ital. Botschaft Berlin, Dr. Roland Mohr, Geschäftsführer Infraserv Höchst.
© 2009 Infraserv GmbH & Co. Höchst KG


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Die neue Anlage von SOL verflüssigt technische Gase wie Sauerstoff und Stickstoff, die beispielsweise in Krankenhäusern eingesetzt werden.
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SOL S.p.A. ist ein börsennotiertes Unternehmen aus Monza, Italien, und derzeit in 17 europäischen Ländern vertreten. Die SOL-Gruppe ist seit 1927 auf die Produktion von medizinischen und technischen Gasen sowie damit zusammenhängenden Anwendungen spezialisiert. Die Produkte finden Anwendung in der Industrie und in der medizinischen Versorgung sowohl in Krankenhäusern wie auch im häuslichen Bereich.

In Deutschland ist SOL seit mehr als fünfzehn Jahren mit zwei Tochterfirmen vertreten: T.M.G. - Technische und Medizinische Gase, die an den Standorten Krefeld und Gersthofen medizinische und technische Gase herstellt, und VIVISOL Deutschland, die über ein deutschlandweites Netzwerk medizinische Geräte unter anderem für die Sauerstoff- und Beatmungstherapie vertreibt.

Infraserv Höchst mit Sitz in Frankfurt am Main betreibt anspruchsvolle technische Infrastrukturen für Chemie, Pharma und verwandte Prozessindustrien und ist Betreiber des Industrieparks Höchst. Infraserv Höchst versorgt Unternehmen mit Energien und Medien, übernimmt Entsorgungsleistungen und stellt Flächen sowie Infrastrukturen zur Verfügung. Von Umwelt-, Schutz- und Sicherheitsleistungen über Angebote aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Kommunikations- und IT-Services reicht das Leistungsspektrum. Als hundertprozentige Tochtergesellschaften gehören Infraserv Logistics, Provadis Partner für Bildung und Beratung und der Technikumsdienstleister Technion zur Infraserv-Höchst-Gruppe.

Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und 128 Auszubildende. Zur Infraserv-Höchst-Gruppe gehören rund 2.700 Mitarbeiter und 159 Auszubildende. Infraserv Höchst erzielte inklusive der Tochtergesellschaften im Jahr 2008 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz.

Der Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; davon sind noch 50 Hektar frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2008 insgesamt über 600 Millionen Euro am Standort. Die Summe der Investitionen beträgt seit dem Jahr 2000 etwa 3,7 Milliarden Euro.

Sämtliche Pressemitteilungen und -fotos von Infraserv Höchst gibt es auch im Internet unter www.infraserv.com. Die Rufnummer der Presse-Hotline lautet: 069 305-5413.



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