Status quo der Gebäudeleittechnik

Das Thema der Gebäudeleittechnik ist nicht neu. Doch sind die Möglichkeiten heute so groß wie nie zuvor. Der Trend geht stark zum vernetzten Gebäude, wobei Daten die zentrale Rolle spielen. Doch wie findet man heraus, welche Daten überhaupt relevant sind? Und wie lassen sie sich am besten einsetzen? Gemeinsam blicken wir auf die vielfältigen Anwendungen und klären, was heute möglich ist.

Die Entwicklung der Gebäudeleittechnik läuft analog zu den Revolutionen in der Industrie. Wir befinden uns mitten in der 4. Industriellen Revolution. Wie macht sich das bemerkbar? Der Markt erfordert, dass wir schnell, agil und flexibel Lösungen realisieren müssen.

Die Treiber von Industrie 4.0 in der Gebäudeleittechnik:

  • 1. Komfort
  • 2. Energieeinsparung
  • 3. Transparenz
  • 4. Sichtbarkeit
  • 5. Überblick
  • 6. Umweltauflagen
  • 7. Zusammenspiel verschiedener Gebäude

Die Entwicklung der Gebäudeleittechnik

Die Gebäudeautomation hat sich rasend schnell weiterentwickelt und findet heute in diversen Bereichen wie Energiemanagement oder Sicherheitssystemen Anwendung. Experten sind sich einig, dass Gebäudeautomation der Schritt für effiziente und nachhaltige Gebäude ist.

Schon heute müssen Gebäude miteinander vernetzt sein, da Werte häufig von einer Leitstelle aus beobachtet und bewertet werden müssen. Bestimmte Systeme wie beispielsweise Heizungssteuerung, Lichtsteuerung oder Solarpanelsteuerung werden von verschiedenen Firmen implementiert und sind meist sogar standortabhängig. Die Herausforderung besteht darin, verschiedenen Systeme in einer Leitstelle zusammenzuführen und mit den Daten verschiedener Hersteller ein Übersichtsportal zu schaffen. Durch eine herstellerunabhängige Systemintegration kann eine Migration diverser Hersteller auf eine Managementebene erfolgen. Das vereinfacht die Schritte Monitoring und Reporting im Optimierungsprozess enorm!

Welche Möglichkeiten die Gebäudeleittechnik heute bereitstellt

Komponenten werden immer kommunikativer und integrativer, während die Speicherkapazität von Daten exorbitant steigt. Das macht das Speichern von Daten günstig. Diese Entwicklungen erweitern die Möglichkeiten der Gebäudeleittechnik, bringen aber auch ein Problem mit sich: Sie müssen sich die Frage stellen, welche Informationen Sie wirklich benötigen. Ansonsten droht die Gefahr eines „Informations Overload“.

Wer benötigt welche Informationen zu welcher Zeit, wie und wo?

Die Bemühungen, Gebäude und Systeme immer effizienter zu gestalten, bringen häufig neue Technologien im Bereich der Gebäudeleittechnik hervor. Diese müssen sich jedoch erst bewähren. Anhand eines Business Case kann leicht errechnet werden, ob sich die neue Technik wirklich lohnt.

Sobald die richtige Technik verbaut ist, lässt sich unter anderem der Energieverbrauch genau analysieren, was eine effiziente Steuerung von Heizungs-, Klima- und Lüftungsanalgen ermöglicht. Ebenso lässt sich bspw. eine Automatisierung der Beleuchtung und Rollladensteuerung realisieren.

Wie Sie heute smarte Gebäudeleittechnik implementieren

Zuerst steht nicht das komplette Gebäude im Fokus, sondern Teilprozesse und Teilbereiche eines Gebäudes. Dabei geht es vor allem darum, smart zu agieren, was bedeutet, aus relativ wenig Aufwand den größtmöglichen Nutzen zu ziehen.

In der Praxis kommt es häufig vor, dass sich alte Geräte während einer umfassenden Analyse als wahre Stromfresser entpuppen. Mit einem flexiblen Messkoffer können z. B. über einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen Messungen vorgenommen werden. Kleine Maßnahmen wie bspw. der Austausch veralteter Lüfter oder Motoren können so große Wirkungen erzielen, da tägliche Peaks beim Stromverbrauch vermieden werden.

Im Gesamtkonzept können Sie so Energiekosten einsparen, mit denen Sie neue Ressourcen in Zukunftsbereichen wie Intelligent Buildings, integrierte Vernetzung und Energiesteuerung erschließen.

Worauf sollten Sie achten, wenn Sie eine Initiative innerhalb der Gebäudeleittechnik starten wollen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie im Blogbeitrag "Smarte Lösungen anstatt der eierlegenden Wollmilchsau"!

Sinnvolle Lösungen: schnell, agil und flexibel

Eine der größten Herausforderungen bei Smart Buildings sind die unterschiedlichen Systeme von vielen verschiedenen Herstellern. Diese müssen auf eine Leitstelle gebündelt werden und zusammen agieren. Die Daten, die der Verantwortliche schließlich auf seinem Display angezeigt bekommt, sollten wegen ihrer Relevanz und nicht aufgrund von Herstellerentscheidungen aufgeführt sein.

Die zentrale Fragestellung lautet: Wer braucht welche Informationen wo, wann und wie? Und was bedeutet das im Detail? Am besten lassen sich die W-Fragen einzeln an einem Beispiel benennen:

  • 1. Wer? Für jeden Teilbereich in einem Unternehmen sind andere Daten interessant. Den Facility-Manager interessieren beispielsweise alle wichtigen Daten zur Gebäudetechnik, während erfasste Laborwerte für ihn irrelevant sind.
  • 2. Wo? Eine zentrale Leitstelle muss nicht zwangsläufig das Ziel einer Initiative der Gebäudeleittechnik sein. Oft sind es nur einzelne Mitarbeiter, für denen die gesammelten Daten relevant sind. Die Daten sollten also immer im Kontext bewertet werden und dort aufrufbar sein, wo sie benötigt werden.
  • 3. Wann? Für kritische Bereiche in Unternehmen ist eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung sinnvoll. Eine Alarmierung und Ergebnisübersicht bei Grenzwertüberschreitung ist der beste Weg, Produktionssicherheit und Energieeffizienz zu gewährleisten.
  • 4. Wie? Auch das Wie sollte beispielsweise an die Vorlieben und Anforderungen des Facility-Managers angepasst sein. In der Regel ist er viel unterwegs, was eine mobile Überwachung der Daten per Smartphone oder Tablet sinnvoll macht. Das Cockpit sollte herstellerübergreifend Informationen bieten und übersichtlich aufgebaut sein. Sie sollten daran denken, dass die meisten Menschen gerade mal 20 Prozent der Funktionen nutzen, die Ihnen Ihr Smartphone bietet.
  • Diese Menge an gesammelten Daten ist für das Monitoring und Reporting interessant. Es gilt herauszufinden, wo diese relevanten 20 Prozent liegen.

Einen aktuellen Überblick, was Gebäudeleittechnik imstande ist zu leisten, erhalten Sie im Gratisleitfaden "Ihr Weg zum smarten Gebäude". Dort zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Hilfe des Vier-Phasen-Prozesses ein effizienteres Energiemanagement aufstellen.

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