Historie
Infraserv Höchst und der Industriepark Höchst, eine Unternehmensgeschichte mit Tradition
Dauerausstellung Zeitstreifen im Foyer Gebäude C 820, Besucherempfang Tor Ost
Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag, 7.00 - 16.30 Uhr, Freitag, 7.00 - 15 Uhr
Zeitstreifen online: Eine Dokumentation zur Industriegeschichte
2007
Infraserv
Höchst plant den Bau einer Ersatzbrennstoff-Anlage mit einer Jahreskapazität von 675.000 Tonnen. Sie
soll 70 Megawatt elektrische Leistung bzw. 250 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen und die Energieversorgung
der Standortunternehmen zu international wettbewerbsfähigen und attraktiven Konditionen sicherstellen.
Mit einem Projektbudget von rund 300 Millionen Euro handelt es sich um die größte Einzelinvestition,
die bisher im Industriepark Höchst getätigt wurde.
Außerdem soll im südlichen
Teil des Industrie-Areals für rund 44 Millionen Euro ein neues Logistik Center entstehen.
2006
Infraserv
Höchst engagiert sich weiter für die Nutzung umweltschonender und erneuerbarer Energien: Eröffnung einer
Wasserstoff-Tankstelle am Industriepark Höchst im Rahmen des EU-Projektes „Zero Regio“ und Bau einer
Co-Fermentationsanlage zur Erzeugung von Biogas aus Klärschlämmen und organischen Abfällen.
Der
Industriepark Höchst beteiligt sich mit den Unternehmen Clariant, sanofi-aventis und Infraserv Höchst
an der bundesweiten Veranstaltungsreihe "365 Orte im Land der Ideen".
Der
Industriepark ist nun einer der 365 Orte, die in diesem Jahr mit ihren Aktivitäten ein Beispiel geben
für die Innovationskraft und den Ideenreichtum Deutschlands.
2005
Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2005 über 340 Millionen Euro am Standort. U. a. entstanden eine Biodieselproduktionsanlage, eine Pharmawassererzeugeranlage und ein Biozentrum für Medikamente. Das Biozentrum mit seiner hochmodernen Technologie bildet die Brücke zwischen innovativer Forschung und effizienter Produktion und ist damit ein wichtiger Baustein für die Zukunftssicherung des Standorts Industriepark Höchst.
2004
Der
Trimodalport am südlichen Mainufer des Industriepark Frankfurt-Höchst wird fertiggestellt. Durch ihn
werden die Verkehrsträger Wasser, Schiene und Straße ("trimodal") miteinander verknüpft.
Ausserdem
entsteht die private Provadis Hochschule: "School of International Management and Technology".
An
der östlichen Peripherie des Industrieparks wird ein Büro- und Funktionsgebäude errichtet, das aufgrund
seiner
ungewöhnlichen Form den Namen "Schiff auf Stelzen" erhält. Das topmoderne Gebäude vereint
architektonische Raffinesse und Wirtschaftlichkeit durch innovative Technik.
2003
Aventis, heute sanofi aventis, investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in den Bau einer neuen Insulinanlage.
2001
Die von den Unternehmen im Industriepark Frankfurt-Höchst investierte Rekordsumme von rund 450 Millionen Euro lässt den Standort weiter wachsen. Unter anderem errichtet Infraserv Höchst ein neues Mehrzwecklaborgebäude und ein neunstöckiges Bürogebäude im Süden.
2000
Infraserv richtet sich in einer neuen, prozess- und kundenorientierten Struktur aus und strebt die Branchenführerschaft als integraler Standortbetreiber an.
1998
Aus dem Werksgelände wird ein moderner Industriepark, exzellent erschlossen und mit Raum für neue Nutzer.
1997
Öffnung
des ehemaligen Werksgeländes für konzernfremde Unternehmen.
Gründung
der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, die aus den Standortservices des ehemaligen Stammwerks hervorgeht.

1994
"Aufbruch '94": Beginn des Umbaus der Hoechst AG und Einführung einer neuen Organisationsstruktur.
80er Jahre
Pionierarbeiten im Bereich der Gentechnologie. Produktionsverfahren für gentechnisches Humaninsulin.
60er/70er Jahre
Auf- und Ausbau des Forschungszentrums im Süden des Industrieparks, Erschließung durch zwei werkseigene Main-Brücken.
60er Jahre
Pionierarbeiten im Umweltschutz: 1965 wird die erste biologische Großkläranlage Europas für industrielle Abwässer in Betrieb genommen.

50er Jahre
Pionierarbeiten für Kunststoffe und Synthesefasern, insbesondere das Niederdruckpolyethylen Hostalen und die Polyesterfasern Trevira. Orale Antidiabetika werden entwickelt.
1939
Durch den Mangel an Arbeitskräften kommen Kriegsgefangene, Fremd- und Zwangsarbeiter aus zahlreichen Ländern Europas zum Einsatz. Etwa neuntausend von ihnen arbeiten im Werk Höchst.
30er Jahre
Erneuerung der Werksinfrastruktur und Modernisierung der Strom- und Dampfversorgung.
1923
Beginn der Insulin-Herstellung nach dem Verfahren von Banting und Best.
1919
Der Berliner Designer und Architekt Peter Behrens plant und baut das neue Technische Verwaltungsgebäude der Farbwerke Höchst. Baubeginn im Frühjahr 1920, im Juni 1924 beziehen die Ingenieure und Kaufleute die Büros. Das Gebäude gilt als herausragendes Beispiel expressionistischer Architektur.
1910
Großtechnische Herstellung des von Paul Ehrlich entdeckten Salvarsan. Mit diesem Heilmittel gegen die Syphilis beginnt die moderne Chemotherapie.
1894
Mit dem Diphtherie-Heilserum, von Emil von Behring entwickelt, beginnt die Produktion immunbiologischer Wirkstoffe und der erfolgreiche Kampf gegen die Diphtherie, an der damals allein in Deutschland jährlich etwa 50.000 Kinder starben.
1896
Tuberculocidin, ein Tuberkolose-Diagnostikum, ist das erste Immunpräparat von Hoechst. Es gibt den Anstoß zum Aufbau einer serobakteriologischen Abteilung.
1883
Antipyrin - erstes bedeutendes industriell erzeugtes Arzneimittel - es ist fiebersenkend und schmerzlindernd.
1869
Großtechnisches Verfahren zur Synthese des Alizarins, des roten Farbstoffs aus der Krapp-Wurzel - berühmt durch die Uniformhosen der französischen Armee.

1863
Carl Meister, Eugen Lucius und Ludwig Müller gründen in Höchst am Main eine Fabrik zur Herstellung von Teerfarbstoffen. Der Chemiker Adolf Brüning, ab 1865 Teilhaber, fünf Arbeiter und ein Kontorist bilden die erste Belegschaft. Das erste Produkt ist Fuchsin, ein rotvioletter Farbstoff, der dem Unternehmen den Namen "Rotfabrik" einträgt.
