Anspruchsvoller Sonderbau: Neues Gefahrstofflager bald in Betrieb

Modernste Sicherheitstechnik und effiziente Prozesse zeichnen das neue Gefahrstofflager im Industriepark Höchst aus. Bei einer Fläche von 16.500 Quadratmetern mit rund 21.500 Palettenplätzen, verschiedenen Lager- und Kühlabschnitten und einem hohen Automatisierungsgrad ist auch der Gebäudebetreiber besonders gefragt. Ein durchdachtes Konzept und gute Absprachen mit dem Kunden sind dabei essenziell.

Im Industriepark Höchst geht der Bau des neuen Gefahrstofflagers für Infraserv Logistics in die letzte Phase. Die Arbeiten im Bürogebäude sind abgeschlossen, das Lager ist fertiggestellt und auch die Infrastrukturmontagearbeiten – wie die Regalierung und der Einbau der hochmodernen Sicherheits- und Steuerungstechnologie – stehen kurz vor dem Abschluss. Und die Abnahmen durch die Sachverständigen laufen bereits. Rund 35 Millionen Euro investiert Infraserv Höchst in das Lagergebäude und damit die Weiterentwicklung der Standort-Infrastruktur.

Für die Facilities Services von Infraserv Höchst geht es jetzt in die heiße Phase. Denn bald übernehmen sie – parallel zum Start der Nutzung des Gefahrstofflagers durch Infraserv Logistics – das Gebäude in den technischen Gebäudebetrieb. Der anspruchsvolle Sonderbau bringt viele besondere Anforderungen mit sich, in Bezug auf die nun anstehenden Prüfungen, die Absprachen mit dem Kunden und das technische Betreiber-Konzept. Denn die Primärprozesse des Kunden Infraserv Logistics sind sehr nah an denen des Gebäudebetreibers: Würde beispielsweise eines der 24 Rolltore, an die die Lkw zukünftig andocken, nicht funktionieren, kämen gleich zahlreiche logistische Prozesse zum Erliegen.

Der Rohbau des neuen Gefahrstofflagers steht. Die Infrastrukturmontagearbeiten werden derzeit abgeschlossen.

Auch bei der Raumluft-, der Kältetechnik oder den Löschanlagen sind Präzision und Zuverlässigkeit gefragt. „Die riesige Halle mit den enormen Luftauslässen ist schon eine besondere Dimension, auch im Vergleich zu anderen Gefahrstofflagern“, sagt Christina Sommer, Leiterin des Teams bei Facilities Services von Infraserv Höchst, das künftig für das technische Gebäudemanagement verantwortlich sein wird und derzeit die Inbetriebnahme vorbereitet. „Unser Job ist es, das Gebäude für die komplexen Lager-Prozesse mit Gefahrstoffen voll verfügbar zu halten.“

16.500 qm Lagerfläche, 15 Meter Deckenhöhe

Das neue Gefahrstofflager ist 220 Meter lang, 75 Meter breit und 15 Meter hoch. Es kommt damit auf rund 16.500 Quadratmeter Grundfläche und wird circa 21.500 Palettenplätze beinhalten. So bietet es ausreichend Platz für die Lagerung von Produkten und Rohstoffen der Chemie- und Pharmakunden im Industriepark Höchst sowie externer Kunden von Infraserv Logistics – und zahlreiche Aufgaben für die FM-Experten von Infraserv Höchst.

„Unsere Kunden können sich auf ein extrem sicheres und effizientes Lager freuen“, sagt Dr. Andreas Brockmeyer, Geschäftsführer Infraserv Logistics. Sein Geschäftsführungs-Kollege Dr. Klaus Alberti betont: „Die Genehmigungen für den Neubau im Industriepark Höchst erstrecken sich über ein sehr breites Spektrum von Gefahrstoffen. So können wir unseren Kunden, die überwiegend aus der Chemie-, Pharma- und Health-Care-Branche kommen, noch mehr bieten.“

Unsere Kunden können sich auf ein extrem sicheres und effizientes Lager freuen.

Dr. Andreas Brockmeyer, Geschäftsführer Infraserv Logistics

Das neue Gefahrstofflager erfüllt höchste Sicherheitsstandards. Es verfügt über neun Abschnitte für die Lagerklassen 2-6 und 8-13. Das gesamte Gebäude ist für die höchste Wassergefährdungsklasse 3 ausgelegt. Besonders anspruchsvolle Chemie-, Pharma- und Health-Care-Produkte finden ihren Platz in den speziell für eine temperaturgeführte Lagerung vorgesehenen Abschnitten. Gefahrstoffe und weitere Produkte im Temperaturbereich von 2 bis 8 °C und 15 bis 25 °C können hier sicher lagern.

Die Regalierung im neuen Gefahrstofflager von Infraserv Logistics umfasst rund 21.500 Palettenplätze.

Prozessoptimierung und Digitalisierung im Fokus

Der Neubau ersetzt in Teilen und erweitert zugleich die bestehenden Gefahrstofflager-Kapazitäten von Infraserv Logistics am Standort. Einen hocheffizienten Lagerbetrieb ermöglichen kurze Wege, ein hoher Automatisierungsgrad und ein neues Lagerverwaltungsprogramm (LVS), das gleichzeitig an allen Standorten von Infraserv Logistics eingeführt wird. Damit ist das Gefahrstofflager auch technologisch auf dem neuesten Stand. Durch die Optimierung der Prozesse zwischen Produktion, Lager und Distribution sollen künftig die Schnittstellen zu den Kunden noch effizienter und transparenter sein.

Wegen der Veränderungen in der Supply Chain trifft das neue Lager auf einen wachsenden Bedarf an breit konzessionierten Gefahrstofflagerflächen und verbindet sichere Lagerung mit Flexibilität und hohen Umschlaggeschwindigkeiten. Die Sicherheits-Infrastruktur des Standortes, zu dem unter anderem die gut ausgerüstete Werkfeuerwehr von Infraserv Höchst gehört, ist dabei genauso entscheidend wie die effizienten Prozesse und die hochmoderne Technologie. „Auch hier sind wir stets im Austausch mit verschiedenen involvierten Organisationseinheiten. Denn wir haben viele Schnittstellen, und wichtig ist dabei, dass der Informationsfluss immer gewährleistet ist“, erklärt Sommer.

Die gute Lage mit direkter Anbindung an das öffentliche Gleisnetz, zentrale Autobahnkreuze sowie den nur wenige Kilometer entfernten Frankfurter Flughafen trägt zu der optimalen Einbindung des Gefahrgutlagers in internationale Supply Chains bei. Sie ist entscheidend für die Attraktivität des Standorts für produzierende Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche, aber auch für den Aufbau eines europäischen Zentrallagers beziehungsweise Logistic Hubs.

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